Insolvenzgeld beantragen – So sicherst du deinen Lohn bei Firmenpleite 2026

Insolvenzgeld 2026 – Lohn sichern bei Firmenpleite mit dem 30-Tage-Notfallplan

Was ist Insolvenzgeld und wer hat Anspruch?

Wenn dein Arbeitgeber insolvent wird, stellt sich sofort die Frage: Bekomme ich noch meinen Lohn? Für genau diesen Fall gibt es das Insolvenzgeld – eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit, die rückständige Löhne absichert. Hier erfährst du, wie du schnell und richtig handelst.

Was ist Insolvenzgeld?

Insolvenzgeld sichert dein Nettoentgelt der letzten 3 Monate vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab. Es wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt und ist auf den Betrag begrenzt, der dir nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben zugestanden hätte.

Voraussetzungen für Insolvenzgeld

  • Dein Arbeitgeber hat einen Insolvenzantrag gestellt oder das Insolvenzverfahren wurde eröffnet.
  • Du warst in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.
  • Der Lohn für die letzten 3 Monate wurde ganz oder teilweise nicht ausgezahlt.

Wie hoch ist das Insolvenzgeld?

Das Insolvenzgeld entspricht deinem Nettoarbeitsentgelt der letzten 3 Monate – maximal jedoch bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung. Beiträge zur Sozialversicherung werden automatisch einbehalten und abgeführt.

Fristen – das Wichtigste überhaupt

Hier ist besondere Eile geboten: Du musst Insolvenzgeld innerhalb von 2 Monaten nach dem Insolvenzereignis (= Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Abweisung mangels Masse) bei der Agentur für Arbeit beantragen. Versäumst du diese Frist, verlierst du den Anspruch – ausnahmslos.

Was passiert mit deinem Arbeitsverhältnis bei Insolvenz?

  • Das Arbeitsverhältnis besteht zunächst fort – der Insolvenzverwalter entscheidet über Weiterbeschäftigung oder Kündigung.
  • Der Insolvenzverwalter kann Kündigungsfristen auf maximal 3 Monate zum Monatsende kürzen.
  • Du hast nach einer Insolvenz-Kündigung Anspruch auf ALG 1 – melde dich sofort bei der Agentur für Arbeit.

Was wenn der Insolvenzantrag abgewiesen wird?

Manchmal wird ein Insolvenzantrag mangels Masse abgewiesen – auch dann hast du Anspruch auf Insolvenzgeld. Wichtig: Auch in diesem Fall läuft die 2-Monats-Frist.

Schritt-für-Schritt: So beantragst du Insolvenzgeld

  • Informiere dich beim Insolvenzverwalter über den genauen Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung.
  • Fülle das Antragsformular bei der zuständigen Agentur für Arbeit aus.
  • Lege Nachweise über ausstehende Lohnzahlungen bei (Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge).
  • Melde dich gleichzeitig arbeitslos, falls du entlassen wirst.

Wichtiger Hinweis: Alle Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Bei einer Insolvenz deines Arbeitgebers wende dich sofort an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Dein Arbeitgeber ist insolvent und du weißt nicht was als Nächstes kommt? Im 30-Tage-Notfallplan findest du alle wichtigen Schritte für diese Ausnahmesituation.

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⚠️ Wichtig: Die 3-Tage-Frist zur Arbeitssuchmeldung gilt ab dem ersten Tag der Kündigung.

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