Pinsel weg, Auftrag weg, Job weg: 2025 war ein hartes Jahr fürs Handwerk – die Insolvenzen kletterten auf rund 4.950 Fälle, ein Zehn-Jahres-Hoch. Wenn es dich als Maler oder Lackierer erwischt hat, fühlt sich das bitter an. Aber: Ein ganzer Wachstumsmarkt sucht gerade Leute mit deinem Können.
Warum schwächelt das Malerhandwerk – und warum ist das nur die halbe Geschichte?
Vor allem das Privatkundengeschäft ist eingebrochen: Viele Haushalte verschieben Renovierungen, nur ein knappes Drittel der Betriebe erwartete für 2026 ein gutes Jahr. Gleichzeitig zog der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe Anfang 2026 aber wieder um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr an, und der Bauumsatz wächst. Der Markt verschiebt sich – weg vom reinen Schönheits-Anstrich, hin zur Sanierung.
Wo werden Maler 2026 dringend gebraucht?
- Energetische Sanierung & WDVS: Wärmedämmung ist der große Wachstumstreiber – hier führt am Maler kaum ein Weg vorbei.
- Industrie- & Korrosionsschutz: Brücken, Hallen, Anlagen – gut bezahlt und konjunkturstabiler als Privatkunden.
- Fahrzeug- & Industrielackierung: Präzisionsarbeit mit guter Bezahlung und planbaren Schichten.
- Trockenbau, Bodenleger & Denkmalpflege: verwandte Gewerke, in die du dein Können leicht mitnimmst.
Was verdiene ich – und welche Aufstiegswege gibt es?
Das durchschnittliche Gehalt liegt bei rund 3.135 € brutto (je nach Region und Erfahrung etwa 2.527–3.412 €). Ab Juli 2026 steigt der Branchen-Mindestlohn für Gesellen auf 16,13 €/Std. Wer mehr will, qualifiziert sich zum Meister, Polier oder geprüften Betriebswirt (HwO) – gefördert über das Aufstiegs-BAföG. Auch ein Wechsel in den Fachverkauf des Farben-Großhandels ist eine Option.
Der Insider-Tipp bei Haut-, Rücken- oder Lösemittelproblemen
Viele Maler wissen nicht: Wenn gesundheitliche Belastungen (z. B. Haut, Rücken, Lösemittel) eine Rolle spielen, kann die Rentenversicherung über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) eine komplette Umschulung finanzieren – oft umfassender als der Bildungsgutschein. Das ist ein echter Joker für einen Neustart in einem körperlich leichteren Beruf.
Was solltest du in den ersten Tagen tun?
Zuerst dein Geld sichern: Melde dich innerhalb von 3 Tagen arbeitssuchend, um eine Sperrzeit zu vermeiden, prüfe einen Aufhebungsvertrag vor der Unterschrift und fordere dein Arbeitszeugnis an. Unser Leitfaden zeigt dir alle Schritte in der richtigen Reihenfolge – Tag für Tag.
👉 Jetzt den 30-Tage-Notfallplan für Maler und Lackierer sichern.
Für die längerfristige Planung – Umschulung, Spezialisierung, Selbstständigkeit – empfehlen wir dir zusätzlich den 90-Tage-Strategieleitfaden.
👉 Hier geht es direkt zu deinem Maler-Leitfaden.
Alle Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung.
0 Kommentare