Büro dicht, Provision weg, Job weg: Der Zinsschock ab 2022 hat den Immobilienmarkt hart getroffen – weniger Abschlüsse, geteilte Courtage, ein eingebrochener Neubau. Wenn es dich als Makler oder Immobilienkaufmann erwischt hat, fühlt sich das bitter an. Aber: Ein ganzer, krisenfester Teil der Branche sucht gerade Leute mit deinem Können.
Warum schwächelt der Verkauf – und warum ist das nur die halbe Geschichte?
Hohe Zinsen, Preisrückgänge und ein Neubau nahe historischem Tief haben vor allem das Verkaufsgeschäft getroffen. Aber der Immobilienbestand wächst – und der muss verwaltet, vermietet, bewertet und in Schuss gehalten werden, unabhängig von der Zinslage. Das Wohnungsdefizit liegt bei rund 1,4 Millionen Wohnungen. Der Markt verschiebt sich: weg vom reinen Verkauf, hin zu Verwaltung, Bestand, Bewertung und Finanzierung.
Wo werden Immobilienprofis 2026 dringend gebraucht?
- Haus- & WEG-Verwaltung: wachsender Bestand, gesetzliche Pflichten, krisenfestes Festgehalt.
- Vermietung & Bestandsmanagement: das Wohnungsdefizit sorgt für dauerhafte Nachfrage.
- Bewertung & Bank/Baufinanzierung: immer gebraucht, planbarer als reine Provision.
- Kommunale & genossenschaftliche Wohnungsunternehmen: besonders sichere Arbeitgeber.
Was verdiene ich – und welche Aufstiegswege gibt es?
Immobilienkaufleute starten bei rund 2.300–2.900 € brutto, mit Erfahrung sind 3.200–4.200 € drin. Hausverwalter und Property Manager liegen krisenfest bei etwa 3.000–4.000 €. Wer den Immobilienfachwirt (IHK) macht, kommt oft auf rund 4.000–4.800 € – gefördert über das Aufstiegs-BAföG. Auch Bewertung und Baufinanzierung sind lohnende Spezialwege.
Der Insider-Tipp – auch für selbstständige Makler
Warst du angestellt, greifen ALG 1 und (bei Insolvenz) Insolvenzgeld. Warst du selbstständig, hast du nur mit freiwilliger Arbeitslosenversicherung Anspruch auf ALG 1 – sonst prüfe frühzeitig das Bürgergeld und deine laufenden Kosten. In beiden Fällen gilt: verdiente Provisionen aus abgeschlossenen Geschäften stehen dir zu – auch nach dem Ausscheiden.
Was solltest du in den ersten Tagen tun?
Zuerst dein Geld sichern: Melde dich innerhalb von 3 Tagen arbeitssuchend, um eine Sperrzeit zu vermeiden, prüfe einen Aufhebungsvertrag vor der Unterschrift, sichere offene Provisionen und (bei Insolvenz) das Insolvenzgeld. Unser Leitfaden zeigt dir alle Schritte in der richtigen Reihenfolge – Tag für Tag.
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Für die längerfristige Planung – Weiterbildung, Verwaltung, Selbstständigkeit – empfehlen wir dir zusätzlich den 90-Tage-Strategieleitfaden.
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Alle Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung.
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